Tee

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Die Vielfalt an Tees, die wir heute trinken – schwarzer, weißer, gelber und grüner Tee – geht auf dieselbe Pflanze mit dem wissenschaftlichen Namen Camellia sinensis zurück. Obwohl sie mittlerweile weltweit angebaut wird, stammt sie ursprünglich aus der Provinz Yunnan in China.

Natürlich haben die unterschiedlichen Boden- und Klimabedingungen erheblichen Einfluß auf den jeweiligen Geschmack; der grundsätzliche Unterschied hinsichtlich der Farbe des Tees beruht allerdings ausschließlich auf den Verfahren, mit denen die Blätter der Camellia sinensis zu Tee verarbeitet werden. So wird grüner Tee grundsätzlich nur ganz kurz fermentiert und behält dadurch seine grüne Farbe. Schwarzer Tee entsteht durch eine Komplettfermentation.

 

Verbreitung und Verwendung

Die Blätter dieser Pflanze vereinen besondere Eigenschaften und Fähigkeiten. Im alten Japan galt der Tee zunächst als Heilmittel. Von den buddhistischen Mönchen wie zum Beispiel Kukai oder Eisei wurde er aus den chinesischen Klöstern mit nach Japan gebracht und dort kultiviert.

Tee wurde schon früh in buddhistischen Zeremonien getrunken – begleitet von einer kleinen Süßigkeit. Seine Fähigkeit, Klarheit, Reinheit und Konzentration zu fördern, wurde von den Mönchen besonders für die Meditation geschätzt.

Im Teetrinken liegt seitdem eine gewisse Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche – und damit auch eine spirituelle Dimension.

Gleichzeitig ist der Tee eine Gelegenheit, sich zu treffen und auszutauschen. Er stiftet Kommunikation. Die weltlichen Herrscher des mittelalterlichen Japan schätzten diese Fähigkeit und erfreuten sich am Genuss, den ihnen der Tee bereitete.

 

Japanische Teearten

In der mehr als tausendjährigen Geschichte des Tees in Japan gab es immer wieder Moden, wie und welchen Tee man trank. Dabei orientierte man sich an der chinesischen Kultur und fand davon ausgehend einen sehr eigenen, japanischen Weg, diese Teezubereitungen zu verfeinern.

Der heute leuchtend grüne Matcha geht auf den chinesischen Ziegeltee zurück, der ursprünglich mit Gewürzen versetzt und zu Kuchen gepresst wurde – bevor man ihn zu feinem Pulver verarbeite und mit heißem Wasser aufgoss. Der Pulvertee war lange Zeit dem Adel und den Klöstern vorbehalten. Und auch heute noch ist Matcha der Tee der traditionellen Teezeremonie – und damit ein Getränk für einen besonderen Anlass.

Er wurde durch den Kamairicha abgelöst, der in Japan um das Mittelalter herum für viele Jahrhunderte populär war. Dieser wird nach chinesischem Vorbild in bis zu 300°C heißen Pfannen kurz geröstet, um den Fermentierungsprozess zu beenden.

Heute ist der Sencha der beliebteste Tee in Japan. Wie alle japanischen Grüntees wird er zunächst kurz gedämpft, um die Fermentierung zu beenden. Dann wird er getrocknet. Durch die Behandlung mit Wasserdampf behält er seine charakteristische tiefgrüne Farbe und seinen grasig-frischen Geschmack.

Eine Besonderheit sind die Schattentees wie der Gyokuro oder der Kabusecha. Im Frühjahr vor der Teeernte und bevor die Sonne ihre volle Kraft entfaltet, werden die Teesträucher mit Netzen bedeckt, um ihr zartes Grün und ihren feinen Geschmack zu erhalten. Sie entwickeln dadurch kaum Bitterstoffe, sondern bekommen eine ausgeglichene Fülle. Diesen besonderen Geschmack, der an Meeresbrise, Gräser und Gemüse erinnert, bezeichnet man als Umami. Umami ist die fünfte Geschmacksrichtung – neben süß, sauer, salzig und bitter – für die wir Geschmackssensoren besitzen.

Die unterschiedlichen Teearten sind weiterhin fester Bestandteil der japanischen Kultur, auch wenn einige, wie vor allem der Matcha oder auch der Kamairicha, inzwischen den Status einer Rarität haben.

 

Zubereitung im macha-macha

Matcha, Sencha, Schattentee und Kamairicha sind die Basis unseres Teeangebots.

Das Besondere am macha-macha ist, dass wir diese Tees in der jeweils optimalen Weise zubereiten, um sie voll zur Geltung zu bringen. Dazu braucht es gutes Wasser, die richtige Temperatur, Ziehzeit und Menge, sowie Hingabe, Erfahrung und Herz.

 

Body, Mind & Soul

So entfaltet sich nicht nur die Farbe und der Geschmack des Tees, sondern auch seine gesundheitsfördernde Wirkung. Er entgiftet und reinigt den Organismus und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Er hat eine sanft belebende Wirkung und macht nachhaltig wach und klar.

 

Schönheit, Natürlichkeit und Einfachheit

Das volle Potential des Tees entfaltet besonders der Matcha, denn hier trinkt man das fein zermahlene ganze Blatt. So werden nicht nur die wasserlöslichen sondern sämtliche Inhaltsstoffe des Teeblattes aufgenommen.

In einer Schale Matcha wirken Einfachheit und Fülle, Ästhetik und Gesundheit, Spiritualität und Geschmack auf besondere Weise zusammen.

Dies zu zeigen, betrachteten die alten Teemeister als eine ihrer Aufgaben – und dieser schließen wir uns gerne an.